hola an euch und auch mal ein hola an alle, die hier stillschweigend lesen und auf der ganzen welt daheim sind...wie ich erfreut feststellen durfte!
bis jetzt hab ich ja nur positiv berichten koennen von meinem jakobsweg. aber gestern kam alles ein wenig anders. ich bin die letzten tage mit christian (muenchen), ina (frankfurt), erna und francisca (suedafrika) gelaufen. die abende waren immer lustig und wir waren wirklich ein spitzen team! wir uebernachteten am dienstag in der gemeindeherberge in villafranca. die herberge war etwas schmuddelig und haette und das bild haette uns gleich zu denken geben sollen. aber wir waren hundemuede und zu faul nach einer anderen unterkunft zu suchen. der ort ist sehr lieblich und liegt in den bergen. und zur belohnung des tages gab es sogar pizza zum abendessen. das essen hier ist meist immer wieder das gleiche. es gibt pilgermenues fuer wenig geld und die inkludieren meist salat oder pasta als vorspeise, abgebratenes fleisch oder fisch mit salat oder kartoffeln als hauptspeise und einen pudding, eis oder wenn ich glueck habe leckeren milchreis als nachspeise. klingt jetzt super, aber nach mehreren wochen schmeckt einfach alles gleich. und egal mit welcher nationalitaet ich waehrend meines weges ins plaudern kam....wir koennen stunden ueber essen reden, was wir uns wuenschen wuerden oder was die jeweilige spezialitaet des landes ist.
gut also am dienstag gab es eben pizza und sie war sehr lecker!! und lag mir auch dementsprechend im magen. durch das viele gehen lernt man schnell seinen koerper sehr gut kennen und weiss was man essen sollte und was besser nicht. anschliessend gab es noch eine flasche wein, weil wir uns von christian verabschieden wollten, sein bein war zu geschwollen und er wollte einen tag aussetzen. um halb elf lag ich endlich im bett (normalerweise ist um zehn bettruhe, hier war es eine ausnahme) und ich schlief relativ bald ein obwohl mein magen ziemlich am arbeiten war.....und deshalb wachte ich um ein uhr auch schon wieder auf. und begann mit meiner kleinen stirnlampe mein bett abzuleuchten, weil mir langweilig war. die freundliche herbergsdame gab uns naemlich ein bettlaken aus duennem stoff zum ueberziehen von kopfpolster und matratze. das macht man eigentlich um einen befall von bettwanzen zu vermeiden....tja pech, wenn die herberge nur komplett verseucht ist. dann bewahren einem diese laken zumindest davor gebissen zu werden, oder zumindest teilweise. ich stelle also fest dass irgendetwas zwischen bettlaken und matratze war und an schlafen war nicht mehr zu denken. ich beschloss die herberge zu verlassen bevor ich diese lieben tiere naeher kennenlernen durfte. ina war mittlerweile wach und erna und francisca wenig spaeter. sie beschlossen mich zu begleiten und gut war es, weil uns ein spanier berichtet hatte noch mehr von den lieben tieren an einer wand gesehen zu haben. also machten wir fuenf (christian wachte dann doch noch auf) uns letztendlich um drei uhr in der nacht nach nur 2 1/2 h schlaf auf unseren weg.
ich lernte, dass ich auch schlafend gehen kann und wir gingen an der strasse ca. 7 oder 9 km weiter, bis wir zu einem rastplatz mit steinbaenken gelangten. dort schliefen wir mal bis halb sieben, es war sooo kalt. dann ging es ab in die beste bar die wir finden konnten und bekamen den besten cafe con leche und frisch gebackene croissants und zu alle dem servierte uns das "santiago", der barbesitzer....was fuer ein zeichen ;)
ina und ich gingen dann noch mehr als 30km an diesem tag und nahmen uns ein privates zimmer. wir durchsuchten all unsere sachen, aber wir konnten bis jetzt keine tierchen finden und wurden auch nicht gebissen. es war gut so uebereilt die herberge zu verlassen und ich bin ab sofort auch viel vorsichtiger mit der wahl meines bettes geworden. wir schliefen die darauffolgende nacht so wunderbar...gleich 11h am stueck durch!
mittwoch war also absolut nicht mein tag, nach der kurzen nacht war das gehen ziemlich anstrengend noch dazu hatten wir eines der schwersten stuecke vor uns und durch die nachtaktion mussten wir den camino duro leider ausfallen lassen, weil es neumond gab und im dunklen der steile weg einfach zu gefaehrlich gewesen waere. aja und hatte ich schon erwaehnt dass es auch mein erster und bis jetzt einziger regentag war? ich gelangte koerperlich aber auch geistig einfach absolut an meine grenzen!! wenn ich nicht so einen grossen dickschaedel haette, haette ich an genau dieser stelle abgebrochen. ich kann mit vielen leben, aber nicht mit zu wenig schlaf und schon gar nicht mit diversen viehzeug....dazu bin ich zu sehr hygienejunkie!!!
es war gut nicht aufgegeben zu haben, wir wurden heute mit einer traumhaften aussicht ueber die berge am hoechsten punkt unseres camino in o´cebreiro belohnt. der weg seit leon ist einfach atemberaubend und wunderschoen und ich werde trotz allem ganz traurig, wenn ich dran denke dass es nur noch wenige tage sind....ich denke ein teil von mir wird auf dem camino zurueck bleiben...denn auch solche erfahrungen wollte ich machen und nicht an jedem tag scheint die sonne und es ist alles eitle wonne, nicht mal hier am jakobsweg!
"diese seite ermöglicht es mir meinen gedanken freien lauf zu lassen und meine pläne rund um den jakobsweg preis zu geben. den einen wird es interessieren, den anderen nicht. so soll es sein. aber meine freunde haben so die möglichkeit meinen weg mitzuverfolgen, der bereits begonnen hat. ihr seid herzlich willkommen den weg mit mir gemeinsam zu gehen. meine gedanken zu lesen und meinen träumen beizuwohnen."
29. September 2011
26. September 2011
auf der alm bin ich daheim....
soooooo schoen war das heutige stueck. es ging endlich in die berge. ich hab mich wie auf der alm gefuehlt, neben mir sind kuehe vorbei gelaufen und der ausblick war einfach unglaublich!!!
es ging am cruz de ferro vorbei. das ist ein grosses kreuz in mitten eines steinhaufens. jeder pilger legt hier einen stein von daheim ab und er steht fuer eine last oder ein erlebnis oder eine person mit der man abschliesst und sozusagen hinter sich lassen moechte. es war ein bewegender moment fuer viele und einige traenen sind geflossen. auch ich habe hier eine kleine rose und ein erinnerungsstueck von zu hause abgelegt. und lasse hiermit einen teil meiner vergangenheit, auf dem camino zurueck.
ich treffe hier immer noch fast taeglich auf ganz tolle leute mit ganz tollen und persoenlichen wie traurigen lebensgeschichten. es ist wirklich einzigartig wie offen hier alle sind.
gestern durfte ich in rabanal del camino in einer kleinen zerfallenen kirche dem choral von benediktinermoenchen lauschen....das war einfach wunderschoen.
ihr seht ich weiss im moment nicht was ich zuerst schreiben soll und allein diese paar saetze sind nur gefuellt mit dingen, die ich die letzten beiden tage erlebt habe. ich bin froh, dass ich ein kleines tagebuch mit mir fuehre in dass ich jeden tag versuche all erlebtes rein zu schreiben...ich will vieles nicht vergessen.
so viele augenblicke so viele erlebnisse, so viele leute, so viele geschichten....
und nebenbei tickt meine uhr. die wochen sind sooo schnell vergangen. gestern vor drei wochen bin ich erst in bilbao gelandet und am freitag in einer woche fliege ich bereits heim. mit einem lachenden und einem weinenden auge.
es ging am cruz de ferro vorbei. das ist ein grosses kreuz in mitten eines steinhaufens. jeder pilger legt hier einen stein von daheim ab und er steht fuer eine last oder ein erlebnis oder eine person mit der man abschliesst und sozusagen hinter sich lassen moechte. es war ein bewegender moment fuer viele und einige traenen sind geflossen. auch ich habe hier eine kleine rose und ein erinnerungsstueck von zu hause abgelegt. und lasse hiermit einen teil meiner vergangenheit, auf dem camino zurueck.
ich treffe hier immer noch fast taeglich auf ganz tolle leute mit ganz tollen und persoenlichen wie traurigen lebensgeschichten. es ist wirklich einzigartig wie offen hier alle sind.
gestern durfte ich in rabanal del camino in einer kleinen zerfallenen kirche dem choral von benediktinermoenchen lauschen....das war einfach wunderschoen.
ihr seht ich weiss im moment nicht was ich zuerst schreiben soll und allein diese paar saetze sind nur gefuellt mit dingen, die ich die letzten beiden tage erlebt habe. ich bin froh, dass ich ein kleines tagebuch mit mir fuehre in dass ich jeden tag versuche all erlebtes rein zu schreiben...ich will vieles nicht vergessen.
so viele augenblicke so viele erlebnisse, so viele leute, so viele geschichten....
und nebenbei tickt meine uhr. die wochen sind sooo schnell vergangen. gestern vor drei wochen bin ich erst in bilbao gelandet und am freitag in einer woche fliege ich bereits heim. mit einem lachenden und einem weinenden auge.
23. September 2011
leon, wetter und tourigrinos...
gestern habe ich genau eine woche nach burgos leon erreicht. die stadt ist wunderschoen und die kathedrale war einfach atemberaubend. seit laengerem hatte ich guster auf einen mojito und den wunsch hab ich mir dann gleich mit zwei glaesern erfuellt.
die letzten tage bin ich weniger alleine gegangen, sondern mehr mit oliver (mitte 40 und aus dem schwaebischen deutschland) und ina (marathonlaeuferin und kunsthistorikerin, 26 aus dem norden deutschlands). wir haben uns gestern ein hostal gesucht in leon und am abend mit einer groesseren runde dann spanisch gegessen und ein wenig gefeiert. muss auch einmal sein!!!! ;)
ich habe es genossen und hab beim cocktail trinken an meine maedels in wien gedacht....der war fuer euch ;)
hab dann ausgeschlafen bis 10 uhr sogar und mir ein schokoladiges fruehstueck gegoennt. eigentlich wollte ich noch eine nacht laenger in leon bleiben, hab mich aber dann doch entschlossen zumindest 20 km alleine weiter zu gehen und gut war es...
hab hier christian, den muenchner wieder getroffen. beide dachten wir wir wuerden uns jetzt wieder laenger nicht mehr sehen. immer aufregend, wenn man in der neuen herberge landet, auf welche freunde man wieder trifft.
das wetter ist bis jetzt einfach genial. in der zwischenzeit ist es ein wenig kuehler und bis jetzt hat es nur einmal in der nacht geregnet. ich wasche hier ja taeglich mein gewand mit der hand und wenn wir regenwetter haetten wuerde es bedeuten, dass meine kleidung nicht trocken werden wuerde bis zum naechsten tag....ihr koennt euch also vorstellen wie gluecklich mich dieses wetter macht ;)
immer wieder begegnen uns hier reisegruppen. das erste mal trafen kay und ich in st. domingo auf eine deutsche reisegruppe. ein bus wurde ausgeladen und los gehts. wir machten es uns gerade gemuetlich auf einer parkbank und genossen unsere jause mit ausgezogenen schuhen, als wir ein beliebtes fotomotiv fuer diese gruppe wurden. sogar ein spanier machte sich ueber sie lustig, da wir beide ja die wahren peregrinos (pilger) seien.
30km nach burgos in hontana hatte ich es mir nach meinem marsch, gerade frisch geduscht, gemuetlich gemacht, da hoerte ich auf einmal schoenes mundldeutsch...sprich typisch wienerische woerter. ich wollte unerkannt bleiben und das gelingt mir hier eigentlich sehr gut, weil ich mich mit meinem hochdeutsch sowieso wie eine deutsche anhoere und hier immer alle ganz erstaunt sind, wenn ich mich als wienerin oute. ole unterhielt sich mit ihnen dann laenger und gab dann preis dass ich doch von der selben ecke stamme....ja und so erfuhr ich, dass es sich um eine wiener reisegruppe handelte, die ab und an ihre 10km wanderten, dann wieder in den klimatisierten bus stiegen und in ihr hotel in leon gebracht wurden. ole tischte dann gleich mit seinen 50km auf die er letztens geschafft hatte auf und wurde vor lauter staunen gleich auf ein bier eingeladen.
all diese "luxuspilger" werden zwischenzeitlich von uns nur noch lieblich "tourigrinos" genannt, halb tourist, halb peregrino eben...
ich wuensch euch eine gute nacht!
bisous
die letzten tage bin ich weniger alleine gegangen, sondern mehr mit oliver (mitte 40 und aus dem schwaebischen deutschland) und ina (marathonlaeuferin und kunsthistorikerin, 26 aus dem norden deutschlands). wir haben uns gestern ein hostal gesucht in leon und am abend mit einer groesseren runde dann spanisch gegessen und ein wenig gefeiert. muss auch einmal sein!!!! ;)
ich habe es genossen und hab beim cocktail trinken an meine maedels in wien gedacht....der war fuer euch ;)
hab dann ausgeschlafen bis 10 uhr sogar und mir ein schokoladiges fruehstueck gegoennt. eigentlich wollte ich noch eine nacht laenger in leon bleiben, hab mich aber dann doch entschlossen zumindest 20 km alleine weiter zu gehen und gut war es...
hab hier christian, den muenchner wieder getroffen. beide dachten wir wir wuerden uns jetzt wieder laenger nicht mehr sehen. immer aufregend, wenn man in der neuen herberge landet, auf welche freunde man wieder trifft.
das wetter ist bis jetzt einfach genial. in der zwischenzeit ist es ein wenig kuehler und bis jetzt hat es nur einmal in der nacht geregnet. ich wasche hier ja taeglich mein gewand mit der hand und wenn wir regenwetter haetten wuerde es bedeuten, dass meine kleidung nicht trocken werden wuerde bis zum naechsten tag....ihr koennt euch also vorstellen wie gluecklich mich dieses wetter macht ;)
immer wieder begegnen uns hier reisegruppen. das erste mal trafen kay und ich in st. domingo auf eine deutsche reisegruppe. ein bus wurde ausgeladen und los gehts. wir machten es uns gerade gemuetlich auf einer parkbank und genossen unsere jause mit ausgezogenen schuhen, als wir ein beliebtes fotomotiv fuer diese gruppe wurden. sogar ein spanier machte sich ueber sie lustig, da wir beide ja die wahren peregrinos (pilger) seien.
30km nach burgos in hontana hatte ich es mir nach meinem marsch, gerade frisch geduscht, gemuetlich gemacht, da hoerte ich auf einmal schoenes mundldeutsch...sprich typisch wienerische woerter. ich wollte unerkannt bleiben und das gelingt mir hier eigentlich sehr gut, weil ich mich mit meinem hochdeutsch sowieso wie eine deutsche anhoere und hier immer alle ganz erstaunt sind, wenn ich mich als wienerin oute. ole unterhielt sich mit ihnen dann laenger und gab dann preis dass ich doch von der selben ecke stamme....ja und so erfuhr ich, dass es sich um eine wiener reisegruppe handelte, die ab und an ihre 10km wanderten, dann wieder in den klimatisierten bus stiegen und in ihr hotel in leon gebracht wurden. ole tischte dann gleich mit seinen 50km auf die er letztens geschafft hatte auf und wurde vor lauter staunen gleich auf ein bier eingeladen.
all diese "luxuspilger" werden zwischenzeitlich von uns nur noch lieblich "tourigrinos" genannt, halb tourist, halb peregrino eben...
ich wuensch euch eine gute nacht!
bisous
19. September 2011
pelegrinos, freunde und mehr...
es ist so schoen immer wieder solch liebe sms zu erhalten. danke lisi fuer die updates aus der heimat und danke julia, sophie und marcus fuer euer anfeuern! es ist so schoen zu wissen, dass ihr an mich denkt...auch all jene, die hier nicht namentlich erwaehnt sind ;)
hier am camino gibt es mittlerweile auch viele gesichter, die immer wieder meinen weg kreuzen. mit manchen durfte ich ein stueck des weges teilen, mit manchen intensive gespraeche fuehren und bei manchen ist man froh, wenn wieder jeder seinen eigenen weg in seinem eigenen tempo geht.
zu aller erst sei an dieser stelle kay erwaehnt. er und ich sind ca 10 tage gemeinsam von pamplona nach burgos gegangen und es war einfach nur grandios und wunderschoen. es tut einfach gut erinnerungen mit jemanden teilen zu koennen und ich wage es zu behaupten, dass wir wahre freunde geworden sind.
dann gibt es petra und christian, ein ehepaar aus deutschland welches wir immer wieder in den gleichen herbergen in der ersten woche treffen durften. es sei erwaehnt, dass man sich auf dem camino nicht wirklich verabredet. man verabschiedet sich jeden tag von seinen freunden so, wie wenn es der letzte tag ist an dem man sich sieht. etwas was ich von hier mit nach hause nehmen moechte.
auf jedenfall sind die beiden mir sehr ans herz gewachsen, doch leider hab ich sie seit ungefaehr einer woche nicht mehr gesehen, da sie manchmal eine etappe aus zeitgruenden mit dem bus fahren....aber ich bin guter dinge und hoffe sie bald wieder zu treffen.
christian aus muenchen begegnet mit die letzten drei bis vier tage immer und immer wieder. sodass ich ihn gestern gefragt hab, ob wir nicht gemeinsam durch die meseta heute gehen wollen. und gut war es. seit heute weht ein eisiger wind. es ist so kalt gewesen in der frueh, dass ich meinen atem sehen konnte und der tau auf der wiese gefroren war. kaum ist die sonne da gibt es einen temperaturanstieg innerhalb einer stunde, dem mein kreislauf heute nicht gewachsen war. mir wurde schwarz vor augen und ich musste so viel essen waehrend dieser etappe, damit ich ueberhaupt zu kraeften kam. christian lieh mir seine gehstoecke und so schaffte ich es die 18 km durchzuhalten. wir genehmigten uns dann eine kleine staerkung und danach ging es fuer mich die naechsten 10km alleine weiter, da ich ein schnelleres tempo gehen wollte. ich hoffe ich sehe christian auch noch einmal auf meinem weg...er hat aber einfach mehr zeit fuer seinen weg und daher denke ich dass es das letze mal war. emailadressen sind getauscht ;)
dann gibt es ole. ein deutscher strassenkuenstler. er versucht sich in den staedten mit jonglieren sein geld zu verdienen und lebt mit 6€ am tag. seinen rueckflug muss er sich auch noch einspielen, hat er mir vor ein paar tagen erzaehlt. ich bewunder ihn und seine einstellung zum leben. unsere wege kreuzen sich immer und immer wieder und er meinte schon, dass wir ein aehnliches tempo auf dem camino haben...
ferdinand und sein freund....sind beide um die 70 und auch aus deutschland, wie so viele hier. die beiden werde ich nicht mehr sehen, da sie einfach zu schnell sind und jeden tag weit ueber 30km gehen. mit ihnen durfte ich an einem abend essen und bekam den spitznamen "die wienerin".
"louis" (keine ahnung wie er wirklich heisst) ist ein landwirt aus oesterreich, der auf einem uralten rad mit einer riesen silbernen kiste hinten drauf seinen camino faehrt. sonja ist aus strengberg und auch genau dort gestartet. sie ist seit mai oder juni unterwegs, ueber die schweiz nach frankreich auf ihrem weg zu fuss nach santiago. "der lange hans" begegnete uns in bilbao, er ist in deutschland los gelaufen damals vor 54 tagen mit 20€ in der tasche. seine schuhe schon x-mal genaeht, sein zelt bereits abhanden gekommen...ihm schenkte ich meinen reisefuehrer ueber die nordroute, da ich ja dann einen anderen weg einschlug.
und seit gerade eben fons. mit ihm waschte ich gerade meine waesche. er stammt aus holland und begegnete mir immer wieder waehrend meines weges, aber erst jetzt haben wir miteinander geredet auf englisch. alleine die frage "why are you walking" reichte aus und es folgte ein so tolles gespraech. es ist so aufregend hier andauernd neue leute zu treffen und hinter jedem steckt eine eigene geschichte.
fons riet mir mein zimmer zu wechseln, da in meinem zimmer ein spanier liegt, der sooooo laut schnarcht.
hab jetzt bett getauscht und traf auf eine ungarin, die ich auch schon laenger kenne. sie spricht kein englisch und kein deutsch und dennoch verstehen wir uns ;)
ich werd jetzt was essen und schauen wer hier noch aller mit mir wohnt!
buen camino meine freunde!
hier am camino gibt es mittlerweile auch viele gesichter, die immer wieder meinen weg kreuzen. mit manchen durfte ich ein stueck des weges teilen, mit manchen intensive gespraeche fuehren und bei manchen ist man froh, wenn wieder jeder seinen eigenen weg in seinem eigenen tempo geht.
zu aller erst sei an dieser stelle kay erwaehnt. er und ich sind ca 10 tage gemeinsam von pamplona nach burgos gegangen und es war einfach nur grandios und wunderschoen. es tut einfach gut erinnerungen mit jemanden teilen zu koennen und ich wage es zu behaupten, dass wir wahre freunde geworden sind.
dann gibt es petra und christian, ein ehepaar aus deutschland welches wir immer wieder in den gleichen herbergen in der ersten woche treffen durften. es sei erwaehnt, dass man sich auf dem camino nicht wirklich verabredet. man verabschiedet sich jeden tag von seinen freunden so, wie wenn es der letzte tag ist an dem man sich sieht. etwas was ich von hier mit nach hause nehmen moechte.
auf jedenfall sind die beiden mir sehr ans herz gewachsen, doch leider hab ich sie seit ungefaehr einer woche nicht mehr gesehen, da sie manchmal eine etappe aus zeitgruenden mit dem bus fahren....aber ich bin guter dinge und hoffe sie bald wieder zu treffen.
christian aus muenchen begegnet mit die letzten drei bis vier tage immer und immer wieder. sodass ich ihn gestern gefragt hab, ob wir nicht gemeinsam durch die meseta heute gehen wollen. und gut war es. seit heute weht ein eisiger wind. es ist so kalt gewesen in der frueh, dass ich meinen atem sehen konnte und der tau auf der wiese gefroren war. kaum ist die sonne da gibt es einen temperaturanstieg innerhalb einer stunde, dem mein kreislauf heute nicht gewachsen war. mir wurde schwarz vor augen und ich musste so viel essen waehrend dieser etappe, damit ich ueberhaupt zu kraeften kam. christian lieh mir seine gehstoecke und so schaffte ich es die 18 km durchzuhalten. wir genehmigten uns dann eine kleine staerkung und danach ging es fuer mich die naechsten 10km alleine weiter, da ich ein schnelleres tempo gehen wollte. ich hoffe ich sehe christian auch noch einmal auf meinem weg...er hat aber einfach mehr zeit fuer seinen weg und daher denke ich dass es das letze mal war. emailadressen sind getauscht ;)
dann gibt es ole. ein deutscher strassenkuenstler. er versucht sich in den staedten mit jonglieren sein geld zu verdienen und lebt mit 6€ am tag. seinen rueckflug muss er sich auch noch einspielen, hat er mir vor ein paar tagen erzaehlt. ich bewunder ihn und seine einstellung zum leben. unsere wege kreuzen sich immer und immer wieder und er meinte schon, dass wir ein aehnliches tempo auf dem camino haben...
ferdinand und sein freund....sind beide um die 70 und auch aus deutschland, wie so viele hier. die beiden werde ich nicht mehr sehen, da sie einfach zu schnell sind und jeden tag weit ueber 30km gehen. mit ihnen durfte ich an einem abend essen und bekam den spitznamen "die wienerin".
"louis" (keine ahnung wie er wirklich heisst) ist ein landwirt aus oesterreich, der auf einem uralten rad mit einer riesen silbernen kiste hinten drauf seinen camino faehrt. sonja ist aus strengberg und auch genau dort gestartet. sie ist seit mai oder juni unterwegs, ueber die schweiz nach frankreich auf ihrem weg zu fuss nach santiago. "der lange hans" begegnete uns in bilbao, er ist in deutschland los gelaufen damals vor 54 tagen mit 20€ in der tasche. seine schuhe schon x-mal genaeht, sein zelt bereits abhanden gekommen...ihm schenkte ich meinen reisefuehrer ueber die nordroute, da ich ja dann einen anderen weg einschlug.
und seit gerade eben fons. mit ihm waschte ich gerade meine waesche. er stammt aus holland und begegnete mir immer wieder waehrend meines weges, aber erst jetzt haben wir miteinander geredet auf englisch. alleine die frage "why are you walking" reichte aus und es folgte ein so tolles gespraech. es ist so aufregend hier andauernd neue leute zu treffen und hinter jedem steckt eine eigene geschichte.
fons riet mir mein zimmer zu wechseln, da in meinem zimmer ein spanier liegt, der sooooo laut schnarcht.
hab jetzt bett getauscht und traf auf eine ungarin, die ich auch schon laenger kenne. sie spricht kein englisch und kein deutsch und dennoch verstehen wir uns ;)
ich werd jetzt was essen und schauen wer hier noch aller mit mir wohnt!
buen camino meine freunde!
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